Withof & Mirecourt Arabe

 

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Mirecourt Arabe

Mirecourt arabe (arabe = Arabeske) ist eine Bänderspitze mit Duchesse- und Nadelspitzen-Elementen. Sie gehört zu den Spitzen mit geschnittenen Fäden. Gearbeitet wurde sie in Mirecourt (Städtchen nahe Nancy in Frankreich) Ende des 19. Jahrhunderts bis ca. 1930. Das Design ist sehr schwungvoll und zeigt Blüten, Blätter und Ranken, verbunden durch Flechter und Gründe. Eine Besonderheit ist die dicke Gimpe kombiniert mit feinem Faden (Leinen natur).

Sie erlernen an einfachen Designs die spezielle Gimpenführung, neue Flechterverläufe und Gründe. Traditionelle Gimpe (Spezialanfertigung) wird im Kurs zur Verfügung gestellt, es kann auch bunt gearbeitet werden. Da diese Spitze durch die Gimpe sehr stabil ist, eignet sie sich gut für Applikationen auf Kleidung, Taschen usw.

Details

Dozentin:
Franziska Potzmann

Termin:
Do 08.10.2026, 15.00 Uhr –
Di 13.10.2026, 11:30 Uhr (40 UE)
Mittagessen einzeln fakultativ

Ort:
Schönstattzentrum Marienhöhe
97074 Würzburg
https://schoenstatt-wuerzburg.de/

Gebühr:
160 € Mitglieder
250 € Nichtmitglieder

Format:
Lehrgang

Kursnummer:
L08 97074.26

Withof-Spitze

Die Gemeinde Sluis (Niederlande) hat eine lange Klöppeltradition. Neben vielen anderen Techniken hat sich Ende des 19. Jahrhunderts in Sluis eine eigene Ausprägung der Duchesse-Spitzen entwickelt (Sluis Duchesse).

Sluis ist untrennbar mit Sr. Judith de Kreijger verbunden. Geboren 1913, hat sie als junges Mädchen in der Klöppelschule „Königin Sofie der Niederlande“ Klöppeln und Entwerfen gelernt. Dieses Kunsthandwerk hat sie lebenslang begleitet. Sie ist in einen Franziskanerinnen-Konvent in Withof eingetreten. Bis ins hohe Alter von 100 Jahren hat sie Klöppelunterricht gegeben. Sluis Duchesse war eine Spitze, die sie zur Perfektion brachte und zur Withof Duchesse weiterentwickelte. 1985 wurde diese Ausprägung international als eigene Technik, als „Withof“ Duchesse, anerkannt.

Gearbeitet wird mit sehr feiner Baumwolle (weiß/ecru) mit Konturfaden. Was dieser Spitze ihr besonderes Aussehen verleiht, ist eine unglaubliche Dichte der Leinenschlagflächen mit unterschiedlichen Jours und Ziermöglichkeiten, Rippe und Rolle. Charakteristisch ist eine zusätzliche Rollierung an den Rändern der Elemente. Die Motive sind sehr schwungvoll, floral bis figürlich. Die meisten heute verfügbaren Klöppelbriefe sind von Sr. Judith entworfen. Verstorben ist Sr. Judith kurz nach ihrem hundertsten Geburtstag, sie hat bis zum Schluss Kurse in dieser Technik gegeben. Ihr Motto war: „Alles ist erlaubt, was diese Spitze schöner macht“.

Ich habe diese Spitzentechnik in den Niederlanden bei einer Schülerin S. Judiths gelernt und freue mich, Ihnen diese wunderbare Arbeit weitergeben zu können.

Besonderheiten

In diesem Kurs können Sie beide Techniken erlernen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welcher Spitzenart Sie interessiert sind.

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